Kapitel 2

Noah

Sie ist mir sofort aufgefallen, als sie ins Zimmer gelaufen ist, sie ist das Schönste, was ich je gesehen habe. Und wieder fällt mir auf, dass Kleider, Schminke und Frisuren überbewertet werden, denn sie ist nur dezent geschminkt und hat ganz simpel ein einfarbiges T-Shirt und eine Jogginghose an. Als die Lehrerin mich nach meinem Hobby fragt und ich ihr die Antwort gebe, spüre ich sofort den Blick des Mädchen auf mir und schaue ihr tief in ihre blauen Augen. Gefühlte Minuten schauen wir uns einfach nur an, doch dann schreckt sie hoch und zieht unauffällig ihr Handy aus der Hosentasche. Nach einem Blick auf das Display schaut sie unsicher in die hinteren Reihen. Dort sehe ich ein hübsches Mädchen, das ihr aufmunternd zulächelt und zunickt. Sichtlich erleichtert schaut das andere Mädchen aus der ersten Reihe wieder nach vorne. Ich bin erleichtert als mich meine neue Englischlehrerin endlich entlässt und auf meinen Platz schickt. Mit gesenktem Blick gehe ich zwischen den Tischen meiner neuen Mitschüler zu meinem Stuhl. Das Mädchen dreht sich noch einmal um und mustert mich neugierig. Ich bin so froh, dass sie nicht weiss, was ich tanze, sonst wäre ich vermutlich bei ihr und allen anderen unten durch.

 Es klingelt jeden Moment zur Mittagspause, wo soll ich dann sitzen? Ich schaue aus dem Fenster und lasse meinen Gedanken freien lauf.’DRIIIIING‘, erleichtert aber auch ein wenig unsicher, packe ich meine Sachen zusammen und stehe auf. Als ich aus dem Klassenzimmer komme sehe ich das Mädchen von Englisch wieder. Sie lächelt mich an und ich lächle zurück, doch als sie sich im nächsten Moment einem Typ aus meiner Physikklasse um den Hals wirft und ihn auf den Mund küsst, merke ich enttäuscht, dass das Lächeln nicht für mich bestimmt war. „Ich konnte einfach nicht warten, ich war so aufgeregt“, höre ich sie an seinem Mund murmeln. Genervt laufe ich an ihnen vorbei zum Schulausgang um mir einen stillen Platz zu suchen, wo ich meinen Lunch essen kann. Doch das kann ich vergessen. Das zweite Mädchen aus meiner Englischklasse, ich vermute mal sie ist eine Freundin von Mädchen 1, kommt auf mich zu. „Hey du, ich bin Blanda. Wir gehen in den selben langweiligen Englischkurs. Hast du Lust zu uns zu sitzen?“ Ich Blanda auf Anhieb, sie ist sehr offen und locker. Zumindest ist das mein erster Eindruck. Also nehme ich das Angebot dankend an. Ich folge ihr in die Kantine der Schule und zu einem langen Tisch an dem zwei Jungs und drei Mädchen sitzen. „Wo sind Chloe und Gabriel?“, fragt ein grosser, braunhaariger Junge. Chloe heisst sie also. „Ach Heute ist doch ihr Wochentag, ich glaube sie sind im Park. Chloe hat aber gesagt sie kommen nach“, antwortet Blanda und die andren grinsen nur. Dann legt sie mir einen Arm um die Schulter. Ich zucke unter ihrer Berührung zusammen. Früher war ich wegen meinem Hobby immer der schwule Aussenseiter. Warum man immer glaubt, dass Männer die Ballet tanzen schwul sind? Fragt mich nicht. „Leute, das ist…“ „Noah“, beende ich ihren angefangenen Satz. „Genau, er ist neu hier, also seid nett zu ihm. Und lasst ihn am Samstagabend, wenn er kommt in Ruhe“, fügt sie schmunzelnd hinzu. Samstagabend?

Hey meine Süssen! Würde mich über ein Feedback oder ein Like freuen, wenn ihr die Geschichte lest und sie euch bis jetzt gefällt. Liebe Grüsse Gioia

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